Afrika, immer wieder Afrika

Im Massailand
Im Massailand

Meine erste Reise nach Afrika unternahm ich 1991 gemeinsam mit einem Freund. Wir waren damals beide Redakteure bei Spiegel TV, mieteten uns ein Auto und fuhren einige tausend Kilometer kreuz und quer durch Südafrika und Namibia. Das eine Land war damals gerade seit einem Jahr unabhängig, dem anderen standen das Ende der Apartheid, die ersten demokratischen Wahlen und gewaltige gesellschaftliche Umwälzungen bevor. Es war eine aufregende Reise durch eine Region im Umbruch. Dennoch rechneten viele damals mit dem Schlimmsten. Wie wir heute wissen, trat es glücklicherweise nicht ein – auch dank Nelson Mandela.

Andere Länder auf dem Kontinent hatten solch weise Führer nicht. Als ich 1992 zum ersten Mal nach Somalia kam, konnte ich nicht ahnen, daß ich erst den Beginn einer Tragödie erleben würde: Menschen verhungerten vor meinen Augen auf der Straße, Milizen lieferten sich blutige Schlachten mit verrosteten Bazookas und gekaperten Panzern. Mehr als 20 Jahre später Jahre kehrte ich, mittlerweile Afrika-Korrespondent des Spiegel geworden, zurück nach Mogadischu, und Krieg und Anarchie waren immer noch nicht beendet. Bis heute leidet das Land am Horn von Afrika unter Bandengewalt und religiösem Wahn.

Damals prägte das Ende des Kalten Kriegs die Geschehnisse auf dem "Schwarzen Kontinent". Im Süden endete die Apartheid. In Ostafrika führte der Zerfall zu einem nicht enden wollenden Krieg. Die einen feierten ihre Freiheit. Für die anderen begann ein Martyrium. So etwas hinterläßt ambivalente Gefühle.

Afrika kann einen gehörig durcheinanderrütteln. Wie oft rumpelten wir in unserem alten Landrover durch die kenianischen Nationalparks und bestaunten die Schönheit der Natur? Wie oft kehrten wir frustriert aus dem Kongo oder Sudan nach Hause zurück – verzweifelt von den ewigen Gemetzeln, aber auch tief beeindruckt vom Überlebenswillen und dem Optimismus der Menschen? Wie sehr mich Afrika bereits in seinen Bann gezogen, merkte ich erst einige Jahre später als Korrespondent in Bangkok und danach während eines Bürojobs in Hamburg. Wo waren die Freiheit, die endlose Weite, die lachenden Menschen geblieben? Die rote Erde, die Schreie der Ibisse in unserem Garten, das Durcheinander auf den Straßen? Die ansteckende Fröhlichkeit, der Geruch von Njama Choma und der Geschmack eines eiskalten Serengeti-Biers.

Und dann fanden wir diesen Flecken Erde am großen Berg: wo das Wasser des Weruweru-River ins Tal schießt und der Urwald wuchert und der Schnee des Kilimandscharo blendet. Tja, dorthin zog es uns also, und dort blieben wir.

 

Kaliwa Lodge by night
Kaliwa Lodge by night

Mehr zu den beiden Korrespondenten-Lodges auch auf der jeweiligen Homepage:


KALIWA LODGE, Machame, Tanzania

Bianca & Thilo Thielke

 

www.kaliwalodge.com  mail@kaliwalodge.com  

KALIWA Lodge Kilimanjaro

Mbuyu Beach Bungalows, Msambweni, Kenya

Isabelle Graedel & Werner Zeppenfeld

 

www.mbuyubeach.com  info@MbuyuBeach.com  

Mbuyu Beach Bungalows


Diese Webseite wurde zuletzt aktualisiert am 11.12. 2017